Google und der Umgang mit Privatsphäre

In loser Folge werde ich über die Bedeutung der Firma Google, ihrer Dienste und vor allem, über die Auswirkungen dieser Angebote auf die Privatsphäre berichten. Was hat mich dazu motiviert?

1. Der Rechtsstreit zum Dienst „StreetView“ in der Schweiz

2. Die Marktposition von Google und ihr Verhalten gegenüber Kunden, Mitarbeitern und der Konkurrenz

3. Die völlige Veränderung des Begriffs „Privatsphäre“ in der so genannten „Cloud“, welche von Google beherrscht wird.

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Schlüssellöcher und andere Menschlichkeiten

In letzter Zeit werde ich öfter gefragt, warum es hier keine nennenswerten Berichte über die Datenschutzprobleme der Telekom gibt. Die Erklärung ist einfach. Einerseits sind die Zeitungen voll von Berichten dazu und man fragt sich, welche Sensationsmeldung als nächste folgen wird. Die Journallie bezieht sich jetzt schon nicht mehr auf das „Warum?“ und „Wie?“, sondern versucht sich in Interpretationen und Kritiken zum gegenwärtigen Bemühen der Telekomverantwortlichen, die Situation in den Griff zu bekommen, die u.a. lauten: Die derzeitigen Lösungen sind eine rührende Mischung aus Hoffnung, Naivität und Aktivismus.

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… und prallte gegen einen Feldbusch

Begriff der personenbezogenen Daten. Ich werde auch nicht zuletzt deshalb gefragt, was denn alles darunter zu verstehen ist. Ein gerne genommenes Beispiel dazu ist ein Bericht des Polizeikommissariats Verden aus dem Jahr 1998. Zu einem Verkehrsunfall hieß es darin: „Ein international bekannter 44jähriger Popstar aus Rosengarten geriet mit seinem Pkw infolge von Unachtsamkeit auf der regennassen Fahrbahn ins Schleudern, rutschte in den rechten Seitenraum, prallte gegen einen dort befindlichen Feldbusch…“ Popstar, Rosengarten, Feldbusch? Na raten Sie mal.

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Elvis lebt!

Hacker's clone Elvis PasswortIn der jüngeren Vergangenheit hat die Politik uns Glauben machen wollen, dass der durch den ehemaligen Bundesinnenminister Otto Schily initiierte elektronische Reisepass, kurz e-Pass, die Fälschungssicherheit von Dokumenten erheblich erhöht, bzw. es unmöglich sei, den e-Pass zu fälschen. Technische Unmöglichkeit ist schon seit der Titanic widerlegt, und es war Sir Peter Ustinov, der sagte: „Das Letzte, was die Welt hören wird, bevor sie explodiert, ist die Stimme eines Technikers, die sagt: Das ist technisch unmöglich.“ Geschichte wiederholt sich und auch in Sachen e-Pass ist das scheinbar Unmögliche möglich.

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Mein Name ist Kermit

Das Hamburger Abendblatt lässt uns wissen, dass die Nutzerprofile von Menschen, die ungewöhnliche Namen haben, im Social Network Facebook unter Umständen ohne Vorwarnung gelöscht werden. Der Australierin Elmo Keep sei durch den Betreiber mitgeteilt worden, sie habe sich nicht mit ihrem echten Vornamen angemeldet, denn Elmo hieße eine Figur aus der Sesamstraße und deshalb sei ihr Profil gelöscht worden. Wenn Sie also zufällig Ken heißen und auf der Suche nach Barbie sind, sollten Sie sich bei Facebook ein Pseudonym zulegen und hoffen, dass Barbie das auch so macht. Ein Pseudonym?

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Oh Gott. Das ist ja peinlich!

Das war eine der Antworten, die ich jüngst auf eine Email bekommen habe. Hintergrund war eine „Verabschiedungsmail“, die von der Marketingvertreterin eines weltweit bekannten Dienstleistungsunternehmens über die Mailfunktion „An Alle“ verschickt wurde. Aufgrund weiterer interner Verteiler teilte sie der Welt in vierfacher Ausgestaltung dieser Email mit, dass sie den Arbeitgeber wechselt und u.a. ihr bisheriger Praktikant für die weitere Kundenbetreuung zur Verfügung stehe. Unabhängig davon, welche Wertigkeit sie damit auf ihr eigenes Wirken in diesem Unternehmen legt, adressierte sie diese Nachricht nicht, wie man vermuten würde, „BCC“ , sondern „CC“ und das an mehr als 250 Empfänger; verteilte damit natürlich auch meine Emailadresse in mehr als 250 Adressbücher.

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Voyeure auf Rädern

Heute präsentieren wir Ihnen ein Rezept für ein schmackhaftes Gericht namens Street View. Bei der Zubereitung sollte man äußerste Vorsicht walten lassen, da es andernfalls zu Reizungen der Speiseröhre oder des Magen-Darm-Trakts kommen könnte.

Man nehme:

  • den Marktführer in Sachen Internet-Suchmaschinen
  • mehrere Autos (in Deutschland schwarze Astras mit Hamburger Nummer)
  • High-Tech-Kameras (die im 2-Sekunden-Takt hochauflösende Bilder für Panoramaaufnahmen liefern)
  • eine entspannte Haltung im Umgang mit der Privatsphäre anderer

Zubereitung:
Zunächst lässt man den Suchmaschinen-Monopolisten eine zusätzliche Funktion seines Kartendienstes Google Maps entwickeln: den Karten-Bilderdienst Street View (mehr dazu hier). Hierbei ist streng darauf zu achten, dass man die Privatsphäre seiner Mitmenschen nicht zu ernst nimmt.

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Bußgeld wegen Google Analytics?

Thilo Weichert, Leiter des ULD, hat in einer Presseerklärung eine Stellungnahme abgegeben, die auch zur Frage von Bußgeldern Auskunft gibt, die bei der Verwendung von Google Analytics zur Disposition stehen könnten: „Unser einziges Ziel ist es, soweit dies in unserem Einflussbereich ist, datenschutzkonforme Verhältnisse im Internet zu schaffen. Wir werden auch nicht als nächstes Webseiten-Betreiber in Schleswig-Holstein, die unzulässig Google Analytics oder vergleichbare Werkzeuge einsetzen, mit Bußgeldern überziehen, obwohl wir davon ausgehen, dass in vielen Fällen die Voraussetzungen hierfür vorliegen.“

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Xing abmelden?

In letzter Zeit mehren sich hier die Google-Anfragen zu „Xing abmelden“, „Wie lösche ich meine Mitgliedschaft bei Xing“, „Abmelden einer Premium-Mitgliedschaft bei Xing“, „Xing kündigen“, oder „Xing Mitgliedschaft kündigen“. Über die Motive der Suchenden kann man nur spekulieren, ich hatte bereits hier über die Abmeldefunktion geschrieben.

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Don´t be evil

„The evil is always and everywhere“ hieß es vor Jahren bei der „Ersten Allgemeinen Verunsicherung“ kurz „EAV“. Vor diesem Hintergrund scheint der bekannte Google-Slogan „dont´t be evil“ falsch gewählt, denn Google ist allgegenwärtig. Aber eben nicht böse… oder etwa doch? Letztere Ansicht vermag der Autor eines Buches vertreten, das jüngst erschienen ist. In „Die Google-Falle“ beschreibt Gerald Reischl den bekannten Suchmaschinenbetreiber als Unternehmen, das zwar als hipp, cool, bunt, freundlich und als der beste Arbeitgeber gilt, aber auch zu kritisieren ist. So soll „Die Google – Falle“ „zur Bewusstseinsbildung beitragen und aufzeigen, in welchem Zwiespalt Internet-Nutzer leben, welche Versäumnisse Europa gemacht hat und worauf wir achten sollten, wenn wir das Internet für unsere Zwecke nutzen wollen. Es wird anhand von Fakten bewiesen, dass [ … ] Versprechen, keine Daten auszuwerten und sie nach 18 Monaten zu löschen, nur Lippenbekenntnisse sind …“

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Googlezon

Google hat sich erweitert. Wieder einmal. Nach Google Earth, Google Maps, der Google Patientenakte und vielen anderen Applikationen gibt es jetzt auch Google Sky. Der Anwender kann in der Karte nach den Namen von Sternen, Planeten, Galaxien und anderen Objekten suchen. Außerdem gibt es Themenkarten etwa zum „Hubble“-Teleskop. Der Nutzer kann in die Himmelskarte hineinzoomen und die Ansicht zwischen verschiedenen Modi (Infrarot, Mikrowelle, Ultraviolett, Röntgen) umschalten. Röntgen trifft es sicher am besten. Unsere Umwelt wird durchleuchtet, katalogisiert und kategorisiert. Für die, die noch nicht das Vergnügen (oder das Gefühl der Beklemmung) hatten, soviel zum Inhalt: Es war einmal der Zusammenschluss von Google und Amazon im Jahre 2015. In 12 Minuten wird die Geschichte ab Erfindung des world wide web dargestellt, und welche Zukunft wir mit Google zu erwarten haben. Anzumerken ist hier noch, dass der Film bereits im Januar 2005 erschienen ist. Erstaunlich, welche Vorhersagen der Macher bereits eingetreten sind.

Kundenbindung mal anders…

Gestern fiel mir im Schaufenster der Apotheke an der nächsten Straßenecke ein Werbehinweis auf. „DeutschlandCard“. Nein, bei diesem „Denglizismus“, handelt sich nicht um eine Landkarte mit Apothekenverzeichnis, sondern um ein neues branchenübergreifendes Kundenkartensystem der Bertelsmann-Tochter Arvato, das als Konkurrenzprodukt zu den führenden Systeme Payback und Happy Digits am Markt eingeführt werden soll. Sie werden jetzt vielleicht fragen, wer ist Arvato? Und die Frage ist berechtigt. Arvato wickelt das Miles & More-Programm der Lufthansa ab und bietet verschiedene Dienstleistungen rund um Kundenbeziehungen an: Adresshandel, Bonitätsprüfungen, Direktmailings und Inkassodienste. Inkassodienste?

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