Was Hänschen nicht lernt

 … lernt Hans nimmermehr. Im Informationszeitalter sollte diese Redensart vielleicht “Was StudiVZ nicht leistet, leisten die Universitäten” lauten. Dass an den deutschen Universitäten auch in punkto Datenschutz einiges im Argen liegt, ist nicht neu. Wenn aber die universitären Datenschützer sich selbst als “zahnlose Papiertiger” bezeichnen, weiß man: Es ist fünf vor zwölf. Insofern lohnt ein Blick auf die Geschehnisse.

weiterlesenWas Hänschen nicht lernt

Schlüssellöcher und andere Menschlichkeiten

In letzter Zeit werde ich öfter gefragt, warum es hier keine nennenswerten Berichte über die Datenschutzprobleme der Telekom gibt. Die Erklärung ist einfach. Einerseits sind die Zeitungen voll von Berichten dazu und man fragt sich, welche Sensationsmeldung als nächste folgen wird. Die Journallie bezieht sich jetzt schon nicht mehr auf das „Warum?“ und „Wie?“, sondern versucht sich in Interpretationen und Kritiken zum gegenwärtigen Bemühen der Telekomverantwortlichen, die Situation in den Griff zu bekommen, die u.a. lauten: Die derzeitigen Lösungen sind eine rührende Mischung aus Hoffnung, Naivität und Aktivismus.

weiterlesenSchlüssellöcher und andere Menschlichkeiten

Patientenakten auf dem Schnäppchenmarkt

Es klingt wie eine Posse. Der Eine deckt vermeintliche Missstände im Geschäftsbetrieb des Anderen auf; der Andere erstattet daraufhin eine Strafanzeige und versucht damit sein eigenes Fehlverhalten zu vertuschen. Betroffen sind zahlreiche Patienten, deren Daten in unmittelbarer Nähe zu einem Schnäppchenmarkt in einer relativ ungeschützten Umgebung einsehbar wurden und teilweise im Internet zu lesen gewesen sind.

weiterlesenPatientenakten auf dem Schnäppchenmarkt

Wetten dass?!

Man kann auf vieles wetten: Pferderennen, Zahlen beim Lotto, fallende Börsenkurse. Demnächst sollten pfiffige Buchmacher Wetten auf das Land anbieten, das die meisten Datenschutzpannen produziert. Neu im Rennen um die Plätze auf dem Podest sind die Österreicher. Allein diese Woche haben sie zweimal auf sich aufmerksam gemacht und damit hohes Entwicklungspotenzial bewiesen.

weiterlesenWetten dass?!

… und prallte gegen einen Feldbusch

Begriff der personenbezogenen Daten. Ich werde auch nicht zuletzt deshalb gefragt, was denn alles darunter zu verstehen ist. Ein gerne genommenes Beispiel dazu ist ein Bericht des Polizeikommissariats Verden aus dem Jahr 1998. Zu einem Verkehrsunfall hieß es darin: „Ein international bekannter 44jähriger Popstar aus Rosengarten geriet mit seinem Pkw infolge von Unachtsamkeit auf der regennassen Fahrbahn ins Schleudern, rutschte in den rechten Seitenraum, prallte gegen einen dort befindlichen Feldbusch…“ Popstar, Rosengarten, Feldbusch? Na raten Sie mal.

weiterlesen… und prallte gegen einen Feldbusch

Jeder andere würde gefragt …

„Wie steht es sich denn so…, ohne Rückgrat?“ Bei Herrn Schäuble muss man diese Frage natürlich als unangebracht bezeichnen, wenn man auf seine persönliche Situation abstellt. Um die geht es hier auch nicht. Betrachtungen dieser Art sind nicht von der feinen Art und ein solcher Eindruck soll hier erst gar nicht entstehen, sondern der Fokus auf eine andere Frage gerichtet werden: Was treibt unseren Bundesinnenminister? Im Zusammenhang mit der jüngsten Entwicklung bei der Telekom hat Schäuble die zuletzt bekannt gewordenen Vorgänge als “sehr ärgerlich” bezeichnet. Der Fall würde zeigen, dass die von der CDU angestrebte Verbesserung des Datenschutzes dringend nötig sei. Er hätte weiterhin zu bedenken gegeben, dass sich viele Bürger von den modernen Kommunikationsmitteln “verführen” lassen würden, mehr von sich mitzuteilen, als ihnen wirklich recht sei. Man liest und staunt: Bundesinnenpolitik im Wandel.

weiterlesenJeder andere würde gefragt …

Elvis lebt!

Hacker's clone Elvis PasswortIn der jüngeren Vergangenheit hat die Politik uns Glauben machen wollen, dass der durch den ehemaligen Bundesinnenminister Otto Schily initiierte elektronische Reisepass, kurz e-Pass, die Fälschungssicherheit von Dokumenten erheblich erhöht, bzw. es unmöglich sei, den e-Pass zu fälschen. Technische Unmöglichkeit ist schon seit der Titanic widerlegt, und es war Sir Peter Ustinov, der sagte: „Das Letzte, was die Welt hören wird, bevor sie explodiert, ist die Stimme eines Technikers, die sagt: Das ist technisch unmöglich.“ Geschichte wiederholt sich und auch in Sachen e-Pass ist das scheinbar Unmögliche möglich.

weiterlesenElvis lebt!

17 Mio. Kundendatensätze der Telekom „entwendet“

Im Spiegel wird berichtet, dass T-Mobile schon im Jahr 2006 17 Mio Kundendatensätze „geklaut“ wurden. Die dem SPIEGEL vorliegenden Datensätze, die Handynummern, Adressen, Geburtsdaten und teilweise auch E-Mail-Adressen umfassen würden, wären bereits im Internet in kriminellen Kreisen angeboten worden. Diese Nachricht hat sich in der Presse vor dem Hintergrund der weiteren Presseberichterstattung um die Telekom nicht unerwartet schnell verbreitet. Die Rede ist von „Datenraub“ oder „Diebstahl“. Über die Begrifflichkeiten sollte man einmal kurz nachdenken. Raub findet sich im § 249 des StGB und der lautet: „Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.“ Das würde hinsichtlich der fraglichen Daten beinhalten, dass diese nicht mehr bei der Telekom, und u.a. jetzt beim Spiegel zu finden sind…

weiterlesen17 Mio. Kundendatensätze der Telekom „entwendet“

Mein Name ist Kermit

Das Hamburger Abendblatt lässt uns wissen, dass die Nutzerprofile von Menschen, die ungewöhnliche Namen haben, im Social Network Facebook unter Umständen ohne Vorwarnung gelöscht werden. Der Australierin Elmo Keep sei durch den Betreiber mitgeteilt worden, sie habe sich nicht mit ihrem echten Vornamen angemeldet, denn Elmo hieße eine Figur aus der Sesamstraße und deshalb sei ihr Profil gelöscht worden. Wenn Sie also zufällig Ken heißen und auf der Suche nach Barbie sind, sollten Sie sich bei Facebook ein Pseudonym zulegen und hoffen, dass Barbie das auch so macht. Ein Pseudonym?

weiterlesenMein Name ist Kermit

Haftpflichtversichert?

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz SCHUFA, hat den Geschäftszweck, ihre Vertragspartner vor Kreditausfällen zu schützen und nach Meinung der SCHUFA selbst trägt sie zudem zum Schutz der Verbraucher vor Überschuldung bei. Zu diesem Zweck erfasst sie nach eigenen Angaben folgende Daten: Name, Geburtsdatum, Wohnadresse inkl. ehemaliger Anschriften, Girokonten, Kreditkarten, Telekommunikationskonten, Kredit- und Leasingverträge, Anfragen zur Identität (z. B. Ebay) oder auch von Inkassodienstleistern nach der Bonität („Ist da was zu holen?“). Keine Informationen hat sie über Vermögensverhältnisse, dem Einkommen, oder allen Verbindlichkeiten. An der letzten Position wird gearbeitet. Nicht zwingend durch die SCHUFA selbst, sondern durch jene, die Gefallen am Scoring einer Person finden, wie zum Beispiel verschiedene Vertreter des Versicherungsgewerbes.

weiterlesenHaftpflichtversichert?

Marder legt 150 Sparkassen lahm

Kleine Ursache, große Wirkung. Nach einer Meldung der Hannoverschen Allgemeinen hat ein Marder für Stunden 150 Sparkassen in Nord- und Ostdeutschland lahmgelegt. Der etwa katzengroße Nager hätte in der Isolierung eines Umspannwerks in Hannover ein Kabel  gefunden, dessen Isolierung wegen einer Blitzschutzanlage nicht möglich sei. Das Tier hätte einen Stromstoß von 110.000 Volt erlitten und wäre sofort tot gewesen. Datensicherheit ist u.a. auch ein Thema der Verfügbarkeit. Eine Datenverarbeitungsanlage ohne Strom ist schon eine Überlegung wert, Vorsorgemaßnahmen zu treffen, die verhindern, dass ein einzelnes Tier so eine Tragweite entfalten kann. In der Fachwelt nennt man das Redundanzen. Dann bleibt so etwas aus. Ach ja, kennen Sie Achmed? Machen Bzzzz, alles dunkel, ganze Haus, ganze Straße … 😉

Dann macht Bzzz …