Patientenakten auf dem Schnäppchenmarkt

Es klingt wie eine Posse. Der Eine deckt vermeintliche Missstände im Geschäftsbetrieb des Anderen auf; der Andere erstattet daraufhin eine Strafanzeige und versucht damit sein eigenes Fehlverhalten zu vertuschen. Betroffen sind zahlreiche Patienten, deren Daten in unmittelbarer Nähe zu einem Schnäppchenmarkt in einer relativ ungeschützten Umgebung einsehbar wurden und teilweise im Internet zu lesen gewesen sind.

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Wetten dass?!

Man kann auf vieles wetten: Pferderennen, Zahlen beim Lotto, fallende Börsenkurse. Demnächst sollten pfiffige Buchmacher Wetten auf das Land anbieten, das die meisten Datenschutzpannen produziert. Neu im Rennen um die Plätze auf dem Podest sind die Österreicher. Allein diese Woche haben sie zweimal auf sich aufmerksam gemacht und damit hohes Entwicklungspotenzial bewiesen.

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17 Mio. Kundendatensätze der Telekom „entwendet“

Im Spiegel wird berichtet, dass T-Mobile schon im Jahr 2006 17 Mio Kundendatensätze „geklaut“ wurden. Die dem SPIEGEL vorliegenden Datensätze, die Handynummern, Adressen, Geburtsdaten und teilweise auch E-Mail-Adressen umfassen würden, wären bereits im Internet in kriminellen Kreisen angeboten worden. Diese Nachricht hat sich in der Presse vor dem Hintergrund der weiteren Presseberichterstattung um die Telekom nicht unerwartet schnell verbreitet. Die Rede ist von „Datenraub“ oder „Diebstahl“. Über die Begrifflichkeiten sollte man einmal kurz nachdenken. Raub findet sich im § 249 des StGB und der lautet: „Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr bestraft.“ Das würde hinsichtlich der fraglichen Daten beinhalten, dass diese nicht mehr bei der Telekom, und u.a. jetzt beim Spiegel zu finden sind…

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Marder legt 150 Sparkassen lahm

Kleine Ursache, große Wirkung. Nach einer Meldung der Hannoverschen Allgemeinen hat ein Marder für Stunden 150 Sparkassen in Nord- und Ostdeutschland lahmgelegt. Der etwa katzengroße Nager hätte in der Isolierung eines Umspannwerks in Hannover ein Kabel  gefunden, dessen Isolierung wegen einer Blitzschutzanlage nicht möglich sei. Das Tier hätte einen Stromstoß von 110.000 Volt erlitten und wäre sofort tot gewesen. Datensicherheit ist u.a. auch ein Thema der Verfügbarkeit. Eine Datenverarbeitungsanlage ohne Strom ist schon eine Überlegung wert, Vorsorgemaßnahmen zu treffen, die verhindern, dass ein einzelnes Tier so eine Tragweite entfalten kann. In der Fachwelt nennt man das Redundanzen. Dann bleibt so etwas aus. Ach ja, kennen Sie Achmed? Machen Bzzzz, alles dunkel, ganze Haus, ganze Straße … 😉

Dann macht Bzzz …

Daten im Sommerschlussverkauf

Gegen Ende des Sommers oder Winters balgen sich hysterische Hausfrauen an Wühltischen um Schnäppchen. Auch in Großbritannien pilgert man zum „Sale“ – allerdings verwundern die dortigen Sonderangebote: Datensätze mit Bankkundendaten. Dass die Briten im Umgang mit sensiblen Daten ein wenig unbedarft scheinen, haben sie in den letzten Wochen und Monaten nicht nur einmal bewiesen: Sowohl der Gesundheitsdienst als auch die Steuerbehörde vermissten Datenträger, die HSBC verlor annähernd 400.000 Kundendatensätze, das Innenministerium verschlampte einen USB-Stick mit Polizeidaten, in der letzten Woche kamen den Insulanern auch noch Daten von Sträflingen abhanden.

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Eine Kaffeemaschine für Hacker

Jüngst hat Heise Online den Bericht eines australischen Sicherheitsspezialisten ausgegraben, in dem auf Sicherheitslücken einer Kaffeemaschine hingewiesen wird. So sei es über das Internet möglich, die Einstellungen der Maschine zur Kaffeezubereitung zu ändern, womit durch Einstellung der Standardmenge des Kaffeepulvers und des Wassers anderen Leuten der Kaffee versaut werden könne. Den Sinn oder Unsinn einer solchen Meldung hat ein Nutzer im Heise-Forum treffend beschrieben:

WIR WERDEN ALLE STERBEN!!!

Tod durch Entkoffeinierung. 

Das Ende von nahezu 99% der IT-Branche 

Schrecklich

🙂 

SCNR*… 

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Genesis

Das 1. Buch Mose, auf Griechisch Genesis genannt, ist das erste Buch der hebräischen und christlichen Bibel. Es berichtet von den Geschehnissen um die Erschaffung der Welt bis zum Wirken der Söhne Jakobs in Ägypten. Genesis, Ägypten ..?! Die einen mögen sich jetzt an einen Sketch von Otto Waalkes aus den 70er Jahren erinnern… Ägypten? Bahamas? Die Bibelfesteren unter uns verstehen Genesis als die Geschichte von Adam und Eva und die Fans von Peter Gabriel wissen, dass seine Zeit mit Genesis für ihn der Anfang einer beeindruckenden Karriere war. Aber Peter Gabriel ist nicht nur Musiker, sondern auch Unternehmer. Und als solcher betreibt er einen Webserver, über den er seinen Webauftritt organisiert. Hier kann man DVDs und Karten für Konzerte bestellen, in einem Forum diskutieren und aus Sicht Peter Gabriels all die Vorteile des Internets nutzen, die für einen Künstler Publikumsnähe bedeuten. Sofern der Server nicht gestohlen wird…

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Die schlimmsten Tretminen im Internet

Alles sicher, oder doch nicht? Datensicherheit fängt bei jedem einzelnen an. Der Spiegel hat im März über Risiken im Internet berichtet. Laut Statistiken von IT-Sicherheitsunternehmen gelte drive-by-download (Ein – unbemerkter – Download, der nur durch Besuch einer Webseite eingeleitet wird) als das derzeit wohl größte Risiko im Internet. „Mit Speck fängt man Mäuse, mit kostenlosen – oft illegalen – Downloads, mit Pornografie und dubiosen Programmen fängt man Surfer.“