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Daten-Skandal mitten in München. So titelte die Bildzeitung am 12.02. diesen Jahres. Man lese und staune, die Bild. Seit wann interessiert sich die Boulevardpresse für Datenschutz? Richtig, immer dann, wenn das Thema gleichzeitig massen- und sensationstauglich ist. Massentauglich ist es dann, wenn sich die breite Schar der Bildleser (die ja mehr wissen) persönlich betroffen fühlt. So wie bei Lidl, der Telekom, der Bahn oder den Abhöraktionen der NSA und Mutti Merkels Telefon.

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Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt

Kurt Tucholsky schrieb einst über einen Pfarrer, der zu einem im Sterben liegenden Versicherungsmakler kam. Letzterer zeichnete sich sein Leben lang dadurch aus, ein schlechtes Schaf der Kirche gewesen zu sein. Nach seinem Gespräch mit dem Pfarrer starb der Makler, ungläubig, wie er gelebt hatte. Aber der Pfarrer ging versichert von dannen.
Wenn wir über Versicherungen reden, müssen wir ein wenig weiter ausholen, um zu verstehen, um wie viel teuflischer dieses Gewerbe heute ist, und noch mehr zu werden droht, als es bereits ist. Wenn es dazu nicht schon zu spät ist.

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Es gibt immer was zu tun …

Der NSA – Skandal ist in aller Munde und der Unmut der Öffentlichkeit wird immer deutlicher. Es ist bedauerlich, dass erst solche unschönen Dinge wie staatliche Überwachung öffentlich werden müssen, dass dem Thema Datenschutz mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. Der Ruf nach neuen Datenschutzbestimmungen, von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger schon vor längerer Zeit beschrieben, wird nun von Innenminister Friedrichs aufgegriffen. Was soll er auch sonst noch machen, um die Union nicht noch unglaubwürdiger erscheinen zu lassen. Der jüngst von der TAZ als Depp vom Dienst bezeichnete, leidenschaftliche Verfechter des Überwachungsstaates kommt „mit leeren Händen“ aus den USA zurück und verlautbart in der Tagesschau, die deutsche Bevölkerung müsse selbst für Sicherheit sorgen. So, liebe Leser, damit sind Sie jetzt dran.

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Durchbruch im Gesundheitswesen

Seit Jahren verschlechtert sich die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Kein Kraut schien dagegen gewachsen, eine Bundesregierung nach der anderen scheiterte an der Verbesserung des Gesundheitswesens. Stattdessen: höhere Zuzahlungen, Praxisgebühr, kaum noch Vorsorgeuntersuchungen etc. Doch nun hat die deutsche Wirtschaft sich auf ihre Fürsorgepflicht besonnen und die Initiative ergriffen.

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Patientenakten auf dem Schnäppchenmarkt

Es klingt wie eine Posse. Der Eine deckt vermeintliche Missstände im Geschäftsbetrieb des Anderen auf; der Andere erstattet daraufhin eine Strafanzeige und versucht damit sein eigenes Fehlverhalten zu vertuschen. Betroffen sind zahlreiche Patienten, deren Daten in unmittelbarer Nähe zu einem Schnäppchenmarkt in einer relativ ungeschützten Umgebung einsehbar wurden und teilweise im Internet zu lesen gewesen sind.

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Chronik eines angekündigten Skandals

Gestern will „Report Mainz“ einen Datenschutzskandal bei der DAK aufgedeckt haben. Das Magazin wirft der Krankenkasse vor, 200.000 Datensätze mit vertraulichen Patienteninformationen an das Privatunternehmen Healthways übermittelt zu haben. Es geht um die Datensätze chronisch Erkrankter, die Healthways im Auftrag der DAK anruft und zu einer gesünderen Lebensführung animieren soll. „Ist doch ein toller Service!“, wird mancher jetzt verzückt rufen. Ja, wäre es, wenn das Vorgehen der DAK eine rechtliche Grundlage hätte. Doch genau die sieht der Bundesbeauftragte für Datenschutz, Peter Schaar, nicht. Vielmehr hält er die Übertragung der Daten für illegal.

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Sexuelle Ausrichtung: Hetero

Verhalten: Minderzickig, klettert gern auf Bäume unter zwei Metern Höhe und bleibt somit erreichbar… So oder ähnlich könnte eine Personenbeschreibung aussehen, die sich in der französischen Datenbank „Edvige“ finden lässt. Heise hat darüber berichtet, dass Edvige für die französische Polizei und andere Behörden Daten von Personen zentral erfassen soll, die sich für ein politisches, gewerkschaftliches oder religiöses Mandat bewerben, bzw. schon mit einem solchen Mandat betraut sind.

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Google Health und das Patientengeheimnis

Stellen Sie sich vor, Ihr Name wäre zusammen mit Informationen zu Ihrer Gesundheit in einer Datenbank gespeichert, die online verfügbar ist. Die sich daraus ergebenen Möglichkeiten könnten durchaus geeignet sein, die medizinische Versorgung zu verbessern. Schon alleine der Fernzugriff eines Facharztes lässt es logisch erscheinen, dass solche Funktionen als erstrebenswert gelten. Man muss nicht lange auf den Aktenauszug des Hausarztes warten und Untersuchungen müssen nicht doppelt durchgeführt werden. Im günstigsten Fall haben Sie als Patient selbst einen Zugriff auf Ihre Daten und können darüber befinden, wer nun alles auf Ihren Datensatz zugreifen darf und wer nicht. Im Großen und Ganzen ist das die Argumentation von Befürwortern der Gesundheitskarte, zu denen auch verschiedene Datenschützer gehören. Es ist aber auch die hauseigene Begründung für das Google – Health – Projekt.

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Tausche Patientendaten gegen Videos …

In der Vergangenheit wurden sie als Napster oder Kazaar bekannt, sog. Tauschbörsen im Internet. Als p2p sind sie heute allgemeiner Sprachgebrauch, die Rede ist von peer-to-peer-Netzen. Man sollte im Umgang mit ihnen vorsichtig sein, und vor allen Dingen wissen, wie sie funktionieren. Die möglichen Folgen einer unqualifizierten Nutzung von Tauschbörsen scheinen jüngst an einem Mitarbeiter einer spanischen Privatklinik vorbei gegangen zu sein. Nach einer Meldung des ORF sind Daten von mehr als 11.000 Patienten ins Internet gelangt, darunter auch die Arztberichte von 4.000 Frauen, die in der Klinik abgetrieben hatten, weil ein Mitarbeiter der Klinik nicht richtig mit dem Programm von eMule umgehen konnte.

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Googlezon

Google hat sich erweitert. Wieder einmal. Nach Google Earth, Google Maps, der Google Patientenakte und vielen anderen Applikationen gibt es jetzt auch Google Sky. Der Anwender kann in der Karte nach den Namen von Sternen, Planeten, Galaxien und anderen Objekten suchen. Außerdem gibt es Themenkarten etwa zum „Hubble“-Teleskop. Der Nutzer kann in die Himmelskarte hineinzoomen und die Ansicht zwischen verschiedenen Modi (Infrarot, Mikrowelle, Ultraviolett, Röntgen) umschalten. Röntgen trifft es sicher am besten. Unsere Umwelt wird durchleuchtet, katalogisiert und kategorisiert. Erinnert mich an einen Kurzfilm, über den ich schon letztes Jahr berichtet hatte. Für die, die noch nicht das Vergnügen (oder das Gefühl der Beklemmung) hatten, soviel zum Inhalt: Es war einmal der Zusammenschluss von Google und Amazon im Jahre 2015. In 12 Minuten wird die Geschichte ab Erfindung des world wide web dargestellt, und welche Zukunft wir mit Google zu erwarten haben. Anzumerken ist hier noch, dass der Film bereits im Januar 2005 erschienen ist. Erstaunlich, welche Vorhersagen der Macher bereits eingetreten sind.

Xing-Boss Lars Hinrichs nennt Nutzer unbedarft

Die Frage, was in der Zukunft mit den Daten der Xing-Nutzer passieren könne, hat Xing-CEO Lars Hinrichs bei einer Fragestunde in einem hamburger Forum damit beantwortet, dass Nutzer des Social Networks „Xing“ im Umgang mit ihren persönlichen Daten nicht exhibitionistisch, sondern unbedarft seien. Vor 10 Jahren wäre die Sicherheitsfrage zum Internet genau so beantwortet worden, wie heute beim Web 2.0, oder eben bei Xing. Wenn es etwas zu kritisieren gäbe, dann nicht das System, sondern das Verhalten von Nutzern, die von der Bereitstellung von Konfigurationsmöglichkeiten zur Privatsphäre auf der Xing-Plattform keinen Gebrauch machen würden. Continue reading

Fragen Sie Ihren Arzt oder Google Desktop

„Gesundheit“ sagt man, wenn jemand niest. Nach Knigge ist das aber nicht mehr zeitgemäß, weil man einen Nieser als einen unerheblichen Zwischenfall wertet, der nicht durch ein schallendes „Gesundheit!“ zu einem Drama gesundheitlichen Verfalls verfremdet werden sollte. Vielmehr sollte derjenige, der niest, sich bei seiner Umgebung dafür entschuldigen… Continue reading