… und die Lämmer schweigen

The POTUS Donald Trump – man mag über ihn denken, was man will – hat sich im Februar 2016 mit einem Retweet auf ein dem italienischen Diktator Benito Mussolini zugeschriebenem Zitat als Faschist “geoutet”. So zumindest wird es von denen verstanden, die ihn in der Öffentlichkeit als jemanden darzustellen bemüht sind, der des Amtes des Präsidenten der USA unwürdig ist. The Donalds Tweet: “It is better to live one day as a lion than 100 years as a sheep”, war seine provozierte Reaktion auf einen Twitter – Account, der sich als Social Bot herausstellte, ein Programm, das eine menschliche Identität vortäuscht, um Nutzer zu manipulieren. In diesem Fall ging es laut der Bot-Programmierer darum, zu beweisen, dass auch Politiker nicht in der Lage sind, sich gegen Manipulationen durch Bots zu schützen.
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98 Datenfelder

Wussten Sie, dass Facebook jede andere Webseite, die Sie besuchen, sehen kann, wenn Sie bei Facebook eingeloggt sind? Und nicht nur das. Selbst wenn Sie nicht eingeloggt sind, bekommt Facebook jede Menge Informationen über Ihr Surfverhalten, weil es bei jedem Aufruf einer Seite, die mit einem “like-” oder “share-” button versehen ist, alarmiert wird. Liest sich dramatisch, aber “The Washington Post” schreibt tatsächlich “alerted”.
Doch dazu später. Erst möchte ich Ihnen von einer Studie zur “digitalen Selbstvermessung” berichten. … Ja, ich weiß. Wenn ich Sie wäre, wäre ich jetzt wahrscheinlich auch schon genervt und würde nicht weiterlesen. Studie? Selbstvermessung? …  Das ist wie “Vorratsdatenspeicherung” oder “Entsorgungspark”, was nichts anderes bedeutet als “Überwachung von Jedermann” oder “Müllkippe”. Euphemismen, die zur Verblendung oder Verharmlosung dienen. Digitale Selbstvermessung beschreibt die unbewusste Zulieferung von Gesundheitsdaten an Unternehmen und Personen, die man nicht kennt, damit diese Unternehmen und Personen sich daran bereichern können.
Ich verspreche, es wird spannend. Trotz der Begrifflichkeiten.

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Wunderschöne Einverständniserklärung

„Wenn wir herausfinden wollen, ob eine Kundin schwanger ist, obwohl sie uns das nicht wissen lassen will, könnten Sie das für mich tun?“. Diese Frage wurde 2002 an einen Marketingentwickler in den USA gestellt und ist eine der Geschichten um Big Data. Die positive Antwort ist heute nur eine der trickreichen Positionen, die im Marketing zur Verbraucheranalyse verwendet werden. OK, USA und weit weg? Nicht wirklich.

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Eine Betrachtung zu Intelligenz

Neulich erreichte mich wieder einmal eine Einladung zu WhatsApp, per Mail. Ich habe mich immer dagegen gewehrt und werde das auch weiterhin tun. Und weil mich das nervt, habe ich die letzte Einladung mit folgendem Text beantwortet:

Installieren Sie WhatsApp
Sie sind sicher so ein Depp
In diesem meinem Leben
wird es das nicht geben.

WhatsApp oder Chrome,
Windows auf dem Phone
ist was für die Doofen.
Sollen die’s doch koofen

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Payback vor Gericht

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in Sachen Payback entschieden. Die Klausel, die Payback für die Einwilligung in die Speicherung und Nutzung von Daten für die Zusendung von Werbung per Post, E-Mail und SMS betrifft, ist für unwirksam erklärt worden, soweit sie E-Mail und SMS betrifft.

Die Frage „Datenschutzerklärung oder datenschutzrechtlichen Einverständniserklärung“ wurde schon vielfach diskutiert. Nachzulesen auch hier und hier. Grundsätzlich geht es darum, inwiefern ein Betroffener aktiv seine Zustimmung zur Verarbeitung oder Nutzung seiner personenbezogenen Daten geben muss, oder eine Einverständniserklärung zur Nutzung von personenbezogenen Daten zu anderen Zwecken als dem Vertragszweck, der dem Betroffenen alleine durch den Grund der Datenerhebung bekannt ist, auch in einer Vertragspassage oder einer Nutzungsbedingung „versteckt“ werden kann.

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Xing abmelden?

In letzter Zeit mehren sich hier die Google-Anfragen zu „Xing abmelden“, „Wie lösche ich meine Mitgliedschaft bei Xing“, „Abmelden einer Premium-Mitgliedschaft bei Xing“, „Xing kündigen“, oder „Xing Mitgliedschaft kündigen“. Über die Motive der Suchenden kann man nur spekulieren, ich hatte bereits hier über die Abmeldefunktion geschrieben. Der Einfachheit halber hier nochmals den Link zur Abmeldung. Funktioniert aber nur bei Nicht-Premium-Mitgliedschaften. Premium-Mitglieder können sich hier abmelden.

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… wir haben die Deutschlandcard

Nur für dich, Deutschland…
Nein, WIR haben sie nicht, die Deutschlandcard! Aus den bekannten Gründen. Was wir haben, ist Traffic, wie das neudeutsch oder auch „denglisch“ heißt. Seit dem Beitrag: „Ganz vorn mit am Start“ landen zahlreiche Suchanfragen zum Songtext im MISSIONSBLOG. Ich hatte es schon erwähnt, der Werbespot ist sehr gut gemacht und hat sicher eine Menge Geld gekostet. Für die Webseite www.deutschlandcard.de war das Budget vermutlich kleiner, sonst würden die Anfragen für Werbespot und Songtext nicht hier landen, oder?

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Tipp zu Newslettern und anderem Spam

Wer kennt das nicht. Man bekommt Nachrichten von Unternehmen, die man eigentlich nicht haben möchte. Irgendwann hat man jemandem seine Visitenkarte gegeben, oder Kontakt zu jemandem gehabt, oder die eigene Emailadresse wurde von jemandem – noch nicht einmal mit böser Absicht – weitergegeben. Das gängigste Verfahren derzeit ist die Verwendung von Emailadressen bei Online-Bestellungen. „Plötzlich und unterwartet“ stellt man dann fest, dass die eigene Mailbox überläuft und man mit dem Lesen von Newslettern oder Werbeschriften – sofern man das überhaupt möchte – nicht mehr nachkommt. Continue reading

Kennen Sie Budni?

Für die, die Hamburg nicht kennen: Budni ist die Kurzform für Budnikowski, eine Drogeriemarktkette in Hamburg. Bei Budni gibt es auch die sog. Budni-Karte. Eine Karte, bei der man an der Kasse gefragt wird, ob man Punkte sammelt … Also ein Kundenbindungs- auch oder CRM-System. Exakte Bezeichnung Customer-Relationship-Management-System. Ganz neu ist die Budni-Cash-Karte, die auch eine praktische Kreditkartenfunktion beinhaltet und bei der anfallende Kundendaten mit der Haspa, der „Hamburger Sparkasse“, und der Schufa ausgetauscht werden können.
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2008… Was war, was wird?

Auch ein Datenschützer macht sich zum neuen Jahr Gedanken. Welche Entwicklungen dürfen wir 2008 erwarten? Die Vorratsspeicherung ist aktiv, die Datensammelwut der Privatwirtschaft kennt keine Grenzen, Kameras finden sich an allen erdenklichen Orten und nicht nur diese Beobachtung wird zur “Normalität“.
Es stellt sich die Frage, wann uns der eigene Datenschatten überholt. Es ist 25 Jahre her, dass das Bundesverfassungsgericht in seinem Volkszählungsurteil Grundlegendes über das Recht auf Privatheit gesagt hat. Das Gericht hat damals eine Gesellschaftsordnung abgelehnt, “in der Bürger nicht mehr wissen können, wer was wann und bei welcher Gelegenheit über sie weiß”. Continue reading

Xing? …bin dann mal weg

Vor dem Hintergrund der jüngsten Neuerungen in Xing ziehe ich es vor, mich aus der Xing-Gemeinde zu verabschieden. Transparenz mag für manchen Nutzer gewollt und auch von Vorteil sein, für einen Datenschützer wirft sie Fragen und Stirnfalten auf. Als ich mich gestern morgen bei Xing eingeloggt habe, musste ich mit Erschrecken feststellen, dass „Neues aus meinem Netzwerk“ mit einer Opt-Out-Version versehen ist, wie fast alle Funktionen bei Xing. Dieses Transparenzgebaren, das schon letzte Woche durch die Verkündung des Ausschlusses einer verdeckten Mitgliedschaft in den Foren in meinen Augen einen fast unerträglichen Höhepunkt gefunden hat, überschreitet m.E. die Grenze der Verhältnismäßigkeit.

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