Drogensüchtige der Alpenrepublik, vereinigt euch

Zugegeben: Dass Heise ausgerechnet am 11.11. meldet, Österreich wolle Drogenkonsumenten in Datenbanken erfassen, nährt den Verdacht: Stoff für eine Büttenrede. Aber dem ist nicht so. Vielmehr wollen die Österreicher offenbar ihre Topposition in punkto landesweite Datenpannen ausbauen. Schließlich birgt der neueste Geistesblitz aus der Alpenrepublik das Potential für ernstzunehmende Eingriffe in Persönlichkeitsrechte und Daten-Supergaus.

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Die Bertelsmann-Connection

Der von seinen Kritikern auch „Berserker des Dokumentarfilms“ betitelte Michael Moore beschreibt in seinem Film SICKO, dass ein Asthmaspray in den USA mehr als einhundert Dollar kostet, dieses jedoch in Kuba in der Apotheke für 5 Cent zu bekommen ist. Kuba und die USA zeichnen sich nun schon eine ganze Weile durch politische Gegensätze aus, ein Vergleich der medizinischen Versorgung auf diesem Level ist polemisch und hinsichtlich der Gesundheit einer Bevölkerung wenig aussagekräftig. Es dürfte aber jedem, der die Tagesschau sieht, klar sein, dass im Gesundheitswesen eine Menge Geld verdient wird. Dieser Markt unterliegt Veränderungen, die auch für einen Datenschützer interessant sind. Am Anfang steht eine lange Kette von Verflechtungen, die für die Mitbürger in diesem unserem Land nicht nur wirtschaftliche Nachteile nach sich zieht. Es fängt an mit einem Kaffeekränzchen unserer Kanzlerin und beschreibt den Einbruch von Wirtschaftsunternehmen in gemeinnützige Bereiche, der uns zu zahlenden Dummen macht, ohne dass der Staat eingreift.

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Big Brother hätte nicht davon zu träumen gewagt

Was assoziieren Sie mit Großbritannien? Die Royals, Tennisturniere, Pferderennen, kulinarische Entgleisungen wie Wildschwein mit Pfefferminzsauce (davon wusste schon Obelix ein Lied zu singen) und britischen Humor. Die Hauptmerkmale des britischen Humors sind Bissigkeit und Trockenheit, die nicht einmal vor Tod oder Katastrophen zurückschrecken. Geschmacklos? Mag sein, aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Angesichts der neuesten Überwachungspläne aus britischen Regierungskreisen lässt sich jedoch kaum mehr streiten – allenfalls darüber, ob man sie noch als humoristischen Lapsus abtun könnte.

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