Bußgeld wegen Google Analytics?

Die Presseerklärung des Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) zur Webnutzeranalyse durch Google Analytics (einen hiesigen Beitrag zu Google Analytics gibt es hier) hat offenbar zu zahlreichen Reaktionen geführt. Thilo Weichert, Leiter des ULD, hat in einer Presseerklärung eine Stellungnahme abgegeben, die auch zur Frage von Bußgeldern Auskunft gibt, die bei der Verwendung von Google Analytics zur Disposition stehen könnten: „Unser einziges Ziel ist es, soweit dies in unserem Einflussbereich ist, datenschutzkonforme Verhältnisse im Internet zu schaffen. Wir werden auch nicht als nächstes Webseiten-Betreiber in Schleswig-Holstein, die unzulässig Google Analytics oder vergleichbare Werkzeuge einsetzen, mit Bußgeldern überziehen, obwohl wir davon ausgehen, dass in vielen Fällen die Voraussetzungen hierfür vorliegen.“

Das gibt den meisten Webseitenbetreibern, die Google Analtics nutzen sicher erst einmal Hoffnung, hierfür nicht belangt zu werden. Weiter aber heißt es: „Wohl aber müssen wir gegen einen massenhaft stattfindenden Datenschutzverstoß vorgehen, wobei wir zunächst auf Information und Aufklärung setzen. Wir haben Google bis zum 1. August 2008 eine Frist zur Beantwortung zentraler Fragen gesetzt, die uns eine rechtliche Bewertung ermöglicht. Derzeit ist für uns nicht erkennbar, wie – wegen der Übermittlung in ein Land außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes – Google Analytics datenschutzkonform eingesetzt werden kann.“ Die ganze Presseerklärung gibt es hier und es wird hierzu auch weitere Beiträge in diesem Blog geben. Ganz sicher.

2 thoughts on “Bußgeld wegen Google Analytics?

  1. Hallo Frau N.,
    schön von Ihnen zu lesen. Ixquick hat das erste europäische Gütesiegel verliehen bekommen und ist damit die erste und einzige offiziell nach EU-Datenschutzrecht geprüfte und zertifizierte Suchmaschine. Ein gutes Beispiel, das Schule machen sollte.

    Viele Grüße

    M. Erner

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