Eine Kaffeemaschine für Hacker

Jüngst hat Heise Online den Bericht eines australischen Sicherheitsspezialisten ausgegraben, in dem auf Sicherheitslücken einer Kaffeemaschine hingewiesen wird. So sei es über das Internet möglich, die Einstellungen der Maschine zur Kaffeezubereitung zu ändern, womit durch Einstellung der Standardmenge des Kaffeepulvers und des Wassers anderen Leuten der Kaffee versaut werden könne. Den Sinn oder Unsinn einer solchen Meldung hat ein Nutzer im Heise-Forum treffend beschrieben:

WIR WERDEN ALLE STERBEN!!!

Tod durch Entkoffeinierung. 

Das Ende von nahezu 99% der IT-Branche 

Schrecklich

🙂 

SCNR*… 

Obwohl… Die Geschichte erinnert mich an eine Bank im europäischen Ausland, die vor ein paar Jahren ihren Mitarbeitern einen Gefallen erweisen wollte und einen Getränkeautomaten mit Abrechnungsfunktion über den Mitarbeiterausweis in das Netzwerk eingebunden hat. Dummerweise wurde seinerzeit übersehen, dass dieser Automat ein Betriebssystem hatte, das aus dem Internet erreichbar war. Ein Spammer hatte sich dieses Betriebssystems angenommen und einen Email-Client installiert, über den solange Spam unter der Domäne der Bank verschickt wurde, bis diese in den Blacklisten der Provider auftauchte. Bezeichnend hierbei war, dass der Fehler von den Verantwortlichen erst dann bemerkt wurde, als keine Emails mehr versendet oder empfangen werden konnten. Garstige Geister könnten jetzt fragen, warum man der Datenverarbeitung einer Bank vertrauen soll, die noch nicht einmal in der Lage ist, einen Getränkeautomaten sauber zu konfigurieren.

Sie lachen?

Ja, ich auch. Solange, bis ein Fahrstuhl, in dem ich mich aufhalte, von gelangweilten Schülern gehackt wird …