Balzac baut Überwachungskameras ab

Der Spiegel berichtet, dass die Kaffeehauskette Balzac aufgrund einer Entscheidung des AG Hamburg die in den Gasträumen installierten Kameras zur Überwachung der Kundschaft abmontieren wird. Das Gericht sei mit seiner Entscheidung dem Antrag eines Rechtsanwalts aus Hamburg gefolgt. Dieser habe die Persönlichkeitsrechte seines Mandanten, eines Kunden der Kaffeehaus-Kette, durch die Kameraüberwachung verletzt gesehen. Das Urteil bezieht sich laut Spiegel nur auf die 19 Filialen in Hamburg. Die Balzac-Geschäftsführung habe jedoch vor Gericht erklären lassen, sie wolle innerhalb der nächsten zwei Monate alle Kameras im Gästebereich der Balzac-Filialen abbauen. Wer noch nicht weiß, wie solche Kameras aussehen (die übrigens auch in einem Fitnessstudio in Hamburg im Umkleidebereich installiert sind):

Es bleibt zu hoffen, dass weitere Einrichtungen wie Balzac der Ansicht des Gerichts folgen werden. Zumindest dürfte ein Hinweis auf die Entscheidung so manchen Gastronom nervös machen, insbesondere im Zuständigkeitsbereich des AG Hamburg. Also: Wenn Ihnen Kameras im Kundenbereich auffallen, fragen Sie den Betreiber doch mal, ob er die Rechtsprechung in Hamburg kennt.

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