Tipp zu Newslettern und anderem Spam

Wer kennt das nicht. Man bekommt Nachrichten von Unternehmen, die man eigentlich nicht haben möchte. Irgendwann hat man jemandem seine Visitenkarte gegeben, oder Kontakt zu jemandem gehabt, oder die eigene Emailadresse wurde von jemandem – noch nicht einmal mit böser Absicht – weitergegeben. Das gängigste Verfahren derzeit ist die Verwendung von Emailadressen bei Online-Bestellungen. „Plötzlich und unterwartet“ stellt man dann fest, dass die eigene Mailbox überläuft und man mit dem Lesen von Newslettern oder Werbeschriften – sofern man das überhaupt möchte – nicht mehr nachkommt.

Besonders ärgerlich finde ich derzeit das Verfahren verschiedener deutscher Fluggesellschaft. Mit jeder Flugbuchung wird man dort in den Verteiler für den jeweiligen Newsletter aufgenommen und muss jedes Mal erneut widersprechen oder sich per Opt-Out (d.h. man bekommt eine Email, mit einem Link zur Abmeldung) aus dem Verteiler austragen. Höchst interessant finde ich, dass hier auch Kritik und Anregungen zum Newsletter erwünscht sind und man keine Antwort erhält, wenn man dieser Aufforderung nachkommt. Aber auch das kann man offensichtlich noch steigern. Neulich wollte ich mich nach Erhalt einer unerwünschten Newsletters wieder einmal aus dem Verteiler austragen und bekam den Hinweis, dass meine Adresse gar nicht im Verteiler sei. Woher kam dann der Newsletter? Kundenorientiert ist das nicht… Und über die Konformität zum Datenschutz braucht man da überhaupt nicht sinnieren. Aber man hat ja auch noch andere Möglichkeiten:

Zur Vermeidung unerwünschter Email, insbesondere der vom Absender nicht gewollten Verwendung seiner Emailadresse zu Werbezwecken, ist es hilfreich einen Disclaimer zu verwenden, der einen datenschutzrechtlichen Widerspruch enthält. Der Hintergrund besteht darin, dass Adressdaten schon dann verwendet werden dürfen, wenn schutzwürdige Interessen des Versenders nicht überwiegen. Dies wird regelmäßig nur dann angenommen, wenn ein Absender darauf hinweist. Abhilfe schafft hier ein Widerspruch in diesem oder ähnlichem Wortlaut:

Ich widerspreche der Nutzung meiner Bestandsdaten zu Werbe- oder Marketingzwecken gem. §§ 28, 29 BDSG.

Sollte der Empfänger einer solchen Formulierung sich nicht daran halten, kann er mit kostenpflichtigen Rechtsfolgen rechnen.