Kündigung wegen Surfens im Internet während der Arbeitszeit

Wird die private Internetnutzung nicht explizit geregelt bzw. verboten, ist sie üblicherweise auch kein Grund für eine Abmahnung oder Kündigung, da in einem Verzicht auf derartige Vorgaben zumeist eine implizite Erlaubnis gesehen wird. Allerdings gibt es in dieser Hinsicht auch Grenzen, wie das Bundesarbeitsgericht jetzt erneut bestätigte.
In seinem neuen Urteil entschieden die obersten deutschen Arbeitsrichter, dass selbst eine Kündigung ohne vorherige Abmahnung aufgrund einer privaten Internetnutzung rechtens ist, wenn sie eine erhebliche Pflichtverletzung darstellt. Auch die mögliche Beeinträchtigung des Ansehens des Unternehmens durch diese Art der Internetnutzung stelle einen Kündigungsgrund dar. Schließlich könne auch das Ausmaß der versäumten Arbeitszeit zur Beurteilung herangezogen werden.